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AN3.121

12. Das Kapitel über das Bestimmtsein für einen verlorenen Ort

12. Āpāyikavagga

Reinheit (2)

„Mönche und Nonnen, es gibt diese drei Arten von Reinheit. Welche drei? Reinheit des Körpers, der Sprache und des Geistes.

Und was ist Reinheit des Körpers? Da tötet ein Mönch keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht und hat keinen Geschlechtsverkehr. Das nennt man ‚Reinheit des Körpers‘.

Und was ist Reinheit der Sprache? Da gebraucht ein Mönch keine falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede. Das nennt man ‚Reinheit der Sprache‘.

Und was ist Reinheit des Geistes?

Da versteht ein Mönch, wenn sinnliches Begehren in ihm ist, versteht: ‚In mir ist sinnliches Begehren‘. Wenn kein sinnliches Begehren in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist kein sinnliches Begehren‘. Er versteht, wie sinnliches Begehren aufkommt; wie es, wenn es aufgekommen ist, aufgegeben wird; und wie es, wenn es aufgegeben wurde, in Zukunft nicht mehr aufkommt.

Wenn böser Wille in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist böser Wille‘. Wenn kein böser Wille in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist kein böser Wille‘. Er versteht, wie böser Wille aufkommt; wie er, wenn er aufgekommen ist, aufgegeben wird; und wie er, wenn er aufgegeben wurde, in Zukunft nicht mehr aufkommt.

Wenn Dumpfheit und Benommenheit in ihm sind, versteht er: ‚In mir sind Dumpfheit und Benommenheit‘. Wenn keine Dumpfheit und keine Benommenheit in ihm sind, versteht er: ‚In mir sind keine Dumpfheit und keine Benommenheit‘. Er versteht, wie Dumpfheit und Benommenheit aufkommen; wie sie, wenn sie aufgekommen sind, aufgegeben werden; und wie sie, wenn sie aufgegeben wurden, in Zukunft nicht mehr aufkommen.

Wenn Rastlosigkeit und Reue in ihm sind, versteht er: ‚In mir sind Rastlosigkeit und Reue‘. Wenn keine Rastlosigkeit und keine Reue in ihm sind, versteht er: ‚In mir sind keine Rastlosigkeit und keine Reue‘. Er versteht, wie Rastlosigkeit und Reue aufkommen; wie sie, wenn sie aufgekommen sind, aufgegeben werden; und wie sie, wenn sie aufgegeben wurden, in Zukunft nicht mehr aufkommen.

Wenn Zweifel in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist Zweifel‘. Wenn kein Zweifel in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist kein Zweifel‘. Er versteht, wie Zweifel aufkommt; wie er, wenn er aufgekommen ist, aufgegeben wird; und wie er, wenn er aufgegeben wurde, in Zukunft nicht mehr aufkommt.

Das nennt man ‚Reinheit des Geistes‘.

Das sind die drei Arten von Reinheit.

Reinheit des Körpers, Reinheit der Sprache, und unbefleckte Reinheit des Herzens: Ein reiner Mensch, mit Reinheit gesegnet, hat alles Schlechte abgespült, so heißt es.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).