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AN3.12

2. Das Kapitel über den Wagenbauer

2. Rathakāravagga

Gedenken

„Ein gesalbter adliger König sollte zeitlebens dreier Orte gedenken. Welcher drei? Des Ortes, an dem er geboren wurde. Das ist der erste Ort.

Des Ortes, an dem er zum König gesalbt wurde. Das ist der zweite Ort.

Des Ortes, an dem er den Sieg in der Schlacht errungen und sich als der Erste in der Schlacht bewiesen hat. Das ist der dritte Ort. Dieser drei Orte sollte ein gesalbter adliger König zeitlebens gedenken.

Ebenso sollte ein Mönch zeitlebens dreier Orte gedenken. Welcher drei? Des Ortes, an dem er sich Haar und Bart rasierte, ockerfarbene Roben anlegte und aus dem Haus fortzog ins hauslose Leben. Das ist der erste Ort.

Des Ortes, an dem er wahrhaftig verstand: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘ Das ist der zweite Ort.

Des Ortes, an dem er mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangte, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, sie durch eigene Einsicht erkannte und darin lebt. Das ist der dritte Ort. Dieser drei Orte sollte ein Mönch zeitlebens gedenken.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).