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AN3.119

12. Das Kapitel über das Bestimmtsein für einen verlorenen Ort

12. Āpāyikavagga

Handeln

„Mönche und Nonnen, es gibt drei Fehltritte. Welche drei? Einen Fehltritt im Handeln, beim Lebenserwerb und in der Ansicht.

Und was ist ein Fehltritt im Handeln? Es ist, wenn man lebende Geschöpfe tötet, stiehlt, sexuelle Verfehlungen begeht und falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede gebraucht. Das nennt man einen Fehltritt im Handeln.

Und was ist ein Fehltritt beim Lebenserwerb? Es ist, wenn man einen falschen Lebenserwerb hat und seinen Unterhalt mit einem falschen Lebenserwerb verdient. Das nennt man einen Fehltritt beim Lebenserwerb.

Und was ist ein Fehltritt in der Ansicht? Es ist, wenn man eine falsche Ansicht und einen verzerrten Blickwinkel hat, wie etwa: ‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt kein Leben nach dem Tod. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der das Leben nach dem Tod erklärt, nachdem er es durch eigene Einsicht erkannt hat.‘ Das nennt man einen Fehltritt in der Ansicht. Das sind die drei Fehltritte.

Es gibt drei Arten der Vervollkommnung. Welche drei? Die Vervollkommnung des Handelns, des Lebenserwerbs und der Ansicht.

Und was ist die Vervollkommnung des Handelns? Es ist, wenn man keine lebenden Geschöpfe tötet, nicht stiehlt, keine sexuellen Verfehlungen begeht und keine falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede gebraucht. Das nennt man die Vervollkommnung des Handelns.

Und was ist die Vervollkommnung des Lebenserwerbs? Es ist, wenn man rechten Lebenserwerb hat und seinen Unterhalt mit rechtem Lebenserwerb verdient. Das nennt man die Vervollkommnung des Lebenserwerbs.

Und was ist die Vervollkommnung der Ansicht? Es ist, wenn man rechte Ansicht und einen unverfälschten Blickwinkel hat, wie etwa: ‚Geben, Opfer und Spenden sind sinnvoll. Es gibt eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt ein Leben nach dem Tod. Es gibt so etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden. Und es gibt Asketen und Brahmanen, die sich richtig benehmen, richtig üben, die das Leben nach dem Tod erklären, nachdem sie es durch eigene Einsicht erkannt haben.‘ Das nennt man die Vervollkommnung der Ansicht.

Das sind die drei Arten der Vervollkommnung.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).