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AN2.1-10

1. Das Kapitel über Strafen

1. Kammakaraṇavagga

1. Fehler

2. Bemühen

3. Quälende Reue

4. Keine quälende Reue

5. Aus eigener Erfahrung

6. Fesseln

7. Dunkel

8. Hell

9. Verhalten

10. Die Regenzeit antreten

So habe ich es gehört:

„Diese zwei Arten des Bemühens sind in der Welt schwer zu erfüllen.

„Diese zwei Dinge, Mönche und Nonnen, führen zu quälender Reue.

„Diese zwei Dinge, Mönche und Nonnen, führen nicht zu quälender Reue.

„Mönche und Nonnen, zwei Dinge habe ich aus eigener Erfahrung gelernt:

„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Dinge.

„Mönche und Nonnen, diese zwei Dinge sind dunkel.

„Diese zwei Dinge sind hell, Mönche und Nonnen.

„Diese zwei hellen Dinge, Mönche und Nonnen, schützen die Welt.

„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Zeiten, um die Regenzeit anzutreten. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Welche zwei? Welche zwei? Welche zwei? mich niemals mit den tauglichen Eigenschaften zufriedenzugeben und niemals aufzugeben. Welche zwei? Welche zwei? Welche zwei? Welche zwei? Welche zwei? Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: Das Bemühen von Laien, die im Haus leben, um Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung bereitzustellen. Und das Bemühen derer, die aus dem Haus fortgezogen sind ins hauslose Leben, um alle Bindungen loszulassen. Da hat jemand mit dem Körper, der Sprache und dem Geist Schlechtes getan und nichts Gutes. Da hat jemand mit dem Körper, der Sprache und dem Geist Gutes getan und nichts Schlechtes.

Ich habe niemals aufgegeben; ich dachte: Dinge, die die Fesseln festzurren, als erfreulich betrachten und Dinge, die die Fesseln festzurren, als ernüchternd betrachten. Gewissenlosigkeit und Unbesonnenheit. Gewissen und Besonnenheit. Gewissen und Besonnenheit. Die frühere und die spätere. „Mönche und Nonnen!“ Das sind die zwei Arten des Bemühens, die in der Welt schwer zu erfüllen sind. ‚Gerne sollen nur Haut, Sehnen und Knochen übrig bleiben! Sollen Fleisch und Blut in meinem Körper vertrocknen! Ich werde nicht aufgeben, bevor ich nicht erreicht habe, was mit menschlicher Stärke, Energie und Tatkraft möglich ist.‘ Wenn man Dinge, die die Fesseln festzurren, fortwährend als erfreulich betrachtet, gibt man Gier, Hass und Täuschung nicht auf. Das sind die zwei dunklen Dinge.“ Das sind die zwei hellen Dinge.“ Wenn diese zwei hellen Dinge die Welt nicht schützen würden, würde die Stellung einer Mutter, einer Tante oder angeheirateten Tante, der Frau eines Lehrmeisters oder einer Respektsperson nicht anerkannt. Das sind die zwei Zeiten, um die Regenzeit anzutreten.“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Durch Beflissenheit bin ich zum Erwachen gelangt, durch Beflissenheit zum unübertrefflichen Refugium vor dem Joch. Wenn man diese nicht aufgibt, wird man nicht befreit von Wiedergeburt, von Alter und Tod, von Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Die Welt würde haltlos werden wie Ziegen und Schafe, Hühner und Schweine, Hunde und Schakale. Der Buddha sagte: Beim Gedanken: ‚Ich habe mit dem Körper, der Sprache und dem Geist Schlechtes getan‘ ist er von Reue gequält. Beim Gedanken: ‚Ich habe mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nichts Gutes getan‘ ist er von Reue gequält. Beim Gedanken: ‚Ich habe mit dem Körper, der Sprache und dem Geist Gutes getan‘ ist er nicht von Reue gequält. Beim Gedanken: ‚Ich habe mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nichts Schlechtes getan‘ ist er nicht von Reue gequält.

Gebt auch ihr niemals auf; denkt: Man wird nicht vom Leiden befreit, sage ich. Aber weil diese zwei hellen Dinge die Welt schützen, wird die Stellung einer Mutter, einer Tante oder angeheirateten Tante, der Frau eines Lehrmeisters oder einer Respektsperson anerkannt.“ ‚Gerne sollen nur Haut, Sehnen und Knochen übrig bleiben! Sollen Fleisch und Blut in meinem Körper vertrocknen! Ich werde nicht aufgeben, bevor ich nicht erreicht habe, was mit menschlicher Stärke, Energie und Tatkraft möglich ist.‘ Dann werdet auch ihr bald in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens gelangen. Ihr werdet an dem Ziel leben, das ihr durch eigene Einsicht erkannt habt, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben. Das sind die zwei Dinge, die zu quälender Reue führen.“ Das sind die zwei Dinge, die nicht zu quälender Reue führen.“

Daher sollt ihr euch so schulen: ‚Wir werden niemals aufgeben; wir werden denken: „Gerne sollen nur Haut, Sehnen und Knochen übrig bleiben! Sollen Fleisch und Blut in unserem Körper vertrocknen! Wir werden nicht aufgeben, bevor wir nicht erreicht haben, was mit menschlicher Stärke, Energie und Tatkraft möglich ist.“‘ So sollt ihr euch schulen.“

„Mönche und Nonnen, es gibt diese zwei Fehler.

Die bessere der beiden Arten ist das Bemühen, alle Bindungen loszulassen.

Wenn man Dinge, die die Fesseln festzurren, fortwährend als ernüchternd betrachtet, gibt man Gier, Hass und Täuschung auf. Welche zwei?

Daher sollt ihr euch so schulen: Wenn man diese aufgibt, wird man befreit von Wiedergeburt, von Alter und Tod, von Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Den Fehler, der sich in diesem Leben zeigt, und den Fehler, der künftige Leben betrifft. ‚Wir wollen uns bemühen, alle Bindungen loszulassen.‘ Man wird vom Leiden befreit, sage ich.

Was ist der Fehler, der sich in diesem Leben zeigt? So sollt ihr euch schulen.“ Das sind die zwei Dinge.“ Es ist, wenn jemand sieht, dass Könige einen Räuber oder Verbrecher festnehmen lassen und verschiedene Strafen über ihn verhängen – Auspeitschen, Schläge mit Stock oder Knüppel; Abhacken von Händen, Füßen oder beidem; Abschneiden von Ohren, Nase oder beidem; den ‚Breitopf‘, die ‚Muschelrasur‘, ‚Rāhus Mund‘, den ‚Feuerkranz‘, die ‚brennende Hand‘, die ‚gedrehte Binse‘, den ‚Rindenanzug‘, die ‚Antilope‘, den ‚Fleischhaken‘, die ‚Münzen‘, die ‚Ätzlake‘, den ‚gedrehten Stab‘, die ‚Strohmatte‘; mit heißem Öl übergießen, den Hunden zum Fraß vorwerfen, bei lebendigem Leib pfählen oder den Kopf abschlagen.

Es kommt ihm in den Sinn: ‚Wenn ich die Art von schlechten Taten beginge, für die die Könige jenen Räuber oder Verbrecher festgenommen haben, würden die Herrscher mich festnehmen und über mich die gleichen Strafen verhängen.‘ Aus Furcht vor diesem Fehler, der sich in diesem Leben zeigt, stiehlt er nicht, was anderen gehört. Das nennt man den Fehler, der sich in diesem Leben zeigt.

Was ist der Fehler, der künftige Leben betrifft? Es ist, wenn jemand überlegt: ‚Schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache oder dem Geist führt zu einem schlechten, schmerzhaften Ergebnis im nächsten Leben. Wenn ich mich schlecht verhalte, werde ich dann nicht, wenn mein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle?‘ Aus Furcht vor diesem Fehler, der künftige Leben betrifft, gibt er schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist auf und entwickelt gutes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist und hält sich selbst rein. Das nennt man den Fehler, der künftige Leben betrifft.

Das sind die zwei Fehler.

Daher sollt ihr euch so schulen: ‚Wir wollen den Fehler, der sich in diesem Leben zeigt, fürchten und auch den, der künftige Leben betrifft. Wir werden die Fehler fürchten, da wir die Gefahr darin erkennen.‘ So sollt ihr euch schulen. Wenn ihr diese Fehler fürchtet und die Gefahr darin erkennt, könnt ihr erwarten, von allen Fehlern frei zu werden.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).