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AN11.4

1. Das Kapitel über Abhängigkeit

1. Nissayavagga

Wesentliche Bedingungen (2)

Da wandte sich Sāriputta an die Mönche und Nonnen: „Geehrte, Mönche und Nonnen!“

„Geehrter“, antworteten sie. Sāriputta sagte:

„Geehrte, ein tugendloser Mensch, jemand ohne Tugend, hat eine wesentliche Bedingung dafür zerstört, nichts zu bereuen zu haben. Wenn man etwas zu bereuen hat, hat jemand, der etwas zu bereuen hat, eine wesentliche Bedingung für Freude zerstört. Wenn es keine Freude gibt, hat jemand, der keine Freude empfindet, eine wesentliche Bedingung für Ekstase zerstört. Wenn es keine Ekstase gibt, hat jemand, der keine Ekstase erfährt, eine wesentliche Bedingung für Stille zerstört. Wenn es keine Stille gibt, hat jemand, der nicht still ist, eine wesentliche Bedingung für Seligkeit zerstört. Wenn es keine Seligkeit gibt, hat jemand, der keine Seligkeit empfindet, eine wesentliche Bedingung für rechte Versenkung zerstört. Wenn es keine rechte Versenkung gibt, hat jemand ohne rechte Versenkung eine wesentliche Bedingung für wirkliches Erkennen und Sehen zerstört. Wenn es kein wirkliches Erkennen und Sehen gibt, hat jemand ohne wirkliches Erkennen und Sehen eine wesentliche Bedingung für Ernüchterung zerstört. Wenn es keine Ernüchterung gibt, hat jemand ohne Ernüchterung eine wesentliche Bedingung für das Schwinden der Leidenschaft zerstört. Wenn es kein Schwinden der Leidenschaft gibt, hat jemand ohne Schwinden der Leidenschaft eine wesentliche Bedingung für das Erkennen und Sehen der Freiheit zerstört.

Wie ein Baum ohne Zweige und Laubwerk: Seine Schösslinge, seine Rinde, sein Weich- und Kernholz entwickeln sich nicht zur Fülle.

Ebenso hat ein tugendloser Mensch, jemand ohne Tugend, eine wesentliche Bedingung dafür zerstört, nichts zu bereuen zu haben. Wenn man etwas zu bereuen hat, hat jemand, der etwas zu bereuen hat, eine wesentliche Bedingung für Freude zerstört. … Wenn es kein Schwinden der Leidenschaft gibt, hat jemand ohne Schwinden der Leidenschaft eine wesentliche Bedingung für das Erkennen und Sehen der Freiheit zerstört.

Ein tugendhafter Mensch, der die Tugend vervollkommnet hat, hat eine wesentliche Bedingung dafür erfüllt, nichts zu bereuen zu haben. Wenn man nichts zu bereuen hat, hat jemand, der nichts zu bereuen hat, eine wesentliche Bedingung für Freude erfüllt. Wenn es Freude gibt, hat jemand, der die Freude vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für Ekstase erfüllt. Wenn es Ekstase gibt, hat jemand, der die Ekstase vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für Stille erfüllt. Wenn es Stille gibt, hat jemand, der die Stille vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für Seligkeit erfüllt. Wenn es Seligkeit gibt, hat jemand, der die Seligkeit vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für rechte Versenkung erfüllt. Wenn es wirkliches Erkennen und Sehen gibt, hat jemand, der wirkliches Erkennen und Sehen vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für Ernüchterung erfüllt. Wenn es Ernüchterung gibt, hat jemand, der Ernüchterung vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für das Schwinden der Leidenschaft erfüllt. Wenn es Schwinden der Leidenschaft gibt, hat jemand, der das Schwinden der Leidenschaft vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung für das Erkennen und Sehen der Freiheit erfüllt.

Wie ein Baum mit vollständigen Zweigen und vollem Laubwerk: Seine Schösslinge, seine Rinde, sein Weich- und Kernholz entwickeln sich alle zur Fülle.

Ebenso hat ein tugendhafter Mensch, der die Tugend vervollkommnet hat, eine wesentliche Bedingung dafür erfüllt, nichts zu bereuen zu haben. Wenn man nichts zu bereuen hat, hat jemand, der nichts zu bereuen hat, eine wesentliche Bedingung für Freude erfüllt. … Jemand, der das Schwinden der Leidenschaft vervollkommnet hat, hat eine wesentliche Bedingung für das Erkennen und Sehen der Freiheit erfüllt.“

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).