AN10.23
3. Das große Kapitel
3. Mahāvagga
Körper
„Mönche und Nonnen, es gibt Dinge, die mit dem Körper aufgegeben werden müssen, nicht mit der Sprache. Es gibt Dinge, die mit der Sprache aufgegeben werden müssen, nicht mit dem Körper. Es gibt Dinge, die weder mit dem Körper noch mit der Sprache aufgegeben werden müssen, sondern indem man sie wieder und wieder mit Weisheit sieht.
Und was sind die Dinge, die mit dem Körper aufgegeben werden müssen, nicht mit der Sprache? Da hat ein Mönch mit dem Körper einen gewissen unangebrachten Verstoß begangen. Nachdem sie es geprüft haben, sagen vernünftige geistliche Gefährten zu ihm: ‚Ehrwürdiger, du hast mit dem Körper einen gewissen unangebrachten Verstoß begangen. Bitte gib dieses schlechte Verhalten mit dem Körper auf und entwickle gutes Verhalten mit dem Körper.‘ Wenn seine vernünftigen geistlichen Gefährten so mit ihm sprechen, gibt er dieses schlechte Verhalten mit dem Körper auf und entwickelt gutes Verhalten mit dem Körper. Das sind die Dinge, die mit dem Körper aufgegeben werden müssen, nicht mit der Sprache.
Und was sind die Dinge, die mit der Sprache aufgegeben werden müssen, nicht mit dem Körper? Da hat ein Mönch mit der Sprache einen gewissen unangebrachten Verstoß begangen. Nachdem sie es geprüft haben, sagen vernünftige geistliche Gefährten zu ihm: ‚Ehrwürdiger, du hast mit der Sprache einen gewissen unangebrachten Verstoß begangen. Bitte gib dieses schlechte Verhalten mit der Sprache auf und entwickle gutes Verhalten mit der Sprache.‘ Wenn seine vernünftigen geistlichen Gefährten so mit ihm sprechen, gibt er dieses schlechte Verhalten mit der Sprache auf und entwickelt gutes Verhalten mit der Sprache. Das sind die Dinge, die mit der Sprache aufgegeben werden müssen, nicht mit dem Körper.
Und was sind die Dinge, die weder mit dem Körper noch mit der Sprache aufgegeben werden müssen, sondern indem man sie wieder und wieder mit Weisheit sieht? Gier … Hass … Täuschung … Zorn … Verbitterung … Geringschätzung … Verachtung … und Geiz müssen weder mit dem Körper noch mit der Sprache aufgegeben werden, sondern indem man sie wieder und wieder mit Weisheit sieht.
Böse Eifersucht muss weder mit dem Körper noch mit der Sprache aufgegeben werden, sondern indem man sie wieder und wieder mit Weisheit sieht. Und was ist böse Eifersucht? Da ist ein Hausbesitzer oder das Kind eines Hausbesitzers erfolgreich in Bezug auf Geld, Getreide, Silber oder Gold. Und ein Diener oder Abhängiger denkt: ‚Ach, dass doch dieser Hausbesitzer oder dieses Kind eines Hausbesitzers nicht in Bezug auf Geld, Getreide, Silber oder Gold erfolgreich sein soll!‘ Oder ein Asket oder Brahmane erhält Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung. Und ein anderer Asket oder Brahmane denkt: ‚Ach, dass doch dieser Asket oder Brahmane keine Roben, kein Almosen, keine Unterkunft sowie keine Arznei und Krankenversorgung erhalten soll!‘ Das nennt man böse Eifersucht.
Unlautere Wünsche müssen weder mit dem Körper noch mit der Sprache aufgegeben werden, sondern indem man sie wieder und wieder mit Weisheit sieht. Und was sind unlautere Wünsche? Da wünscht einer ohne Vertrauen: ‚Dass man mich doch für vertrauensvoll halten soll!‘ Ein Tugendloser wünscht: ‚Dass man mich doch für tugendhaft halten soll!‘ Ein Ungebildeter wünscht: ‚Dass man mich doch für gelehrt halten soll!‘ Einer, der Gesellschaft liebt, wünscht: ‚Dass man mich doch für abgeschieden lebend halten soll!‘ Ein Träger wünscht: ‚Dass man mich doch für energisch halten soll!‘ Ein Unachtsamer wünscht: ‚Dass man mich doch für achtsam halten soll!‘ Einer ohne Versenkung wünscht: ‚Dass man mich doch für versunken halten soll!‘ Ein Geistloser wünscht: ‚Dass man mich doch für weise halten soll!‘ Einer, der die Befleckungen nicht aufgelöst hat, wünscht: ‚Dass man mich doch für einen halten soll, der die Befleckungen aufgelöst hat!‘ Das nennt man unlautere Wünsche. Unlautere Wünsche sind Dinge, die weder mit dem Körper noch mit der Sprache aufgegeben werden müssen, sondern indem man sie wieder und wieder mit Weisheit sieht.
Angenommen, diese Gier beherrscht diesen Mönch und hält an; oder dieser Hass … diese Täuschung … dieser Zorn … diese Verbitterung … diese Geringschätzung … diese Verachtung … dieser Geiz … diese böse Eifersucht … oder diese unlauteren Wünsche beherrschen diesen Mönch und halten an. Über ihn sollt ihr wissen: ‚Dieser Ehrwürdige besitzt nicht das Verstehen, das Gier beseitigen würde, daher beherrscht die Gier ihn und hält an. Er besitzt nicht das Verstehen, das Hass beseitigen würde … das Täuschung beseitigen würde … das Zorn beseitigen würde … das Verbitterung beseitigen würde … das Geringschätzung beseitigen würde … das Verachtung beseitigen würde … das Geiz beseitigen würde … das böse Eifersucht beseitigen würde … oder das unlautere Wünsche beseitigen würde, daher beherrschen unlautere Wünsche ihn und halten an.‘
Angenommen, diese Gier beherrscht diesen Mönch nicht und hält nicht an; oder dieser Hass … diese Täuschung … dieser Zorn … diese Verbitterung … diese Geringschätzung … diese Verachtung … dieser Geiz … diese böse Eifersucht … oder diese unlauteren Wünsche beherrschen diesen Mönch nicht und halten nicht an. Über ihn sollt ihr wissen: ‚Dieser Ehrwürdige besitzt das Verstehen, das Gier beseitigt, daher beherrscht die Gier ihn nicht und hält nicht an. Er besitzt das Verstehen, das Hass beseitigt … das Täuschung beseitigt … das Zorn beseitigt … das Verbitterung beseitigt … das Geringschätzung beseitigt … das Verachtung beseitigt … das Geiz beseitigt … das böse Eifersucht beseitigt … und das unlautere Wünsche beseitigt, daher beherrschen unlautere Wünsche ihn nicht und halten nicht an.‘“
Body
“Mendicants, there are things that should be given up by the body, not by speech. There are things that should be given up by speech, not by the body. There are things that should be given up neither by the body, nor by speech, but by seeing again and again with wisdom.
And what are the things that should be given up by the body, not by speech? It’s when a mendicant has committed a certain unskillful offense by way of body. After examination, sensible spiritual companions say this to them: ‘Venerable, you’ve committed a certain unskillful offense by way of body. Please give up that bad bodily conduct and develop good bodily conduct.’ When spoken to by their sensible spiritual companions they give up that bad bodily conduct and develop good bodily conduct. These are the things that should be given up by the body, not by speech.
And what are the things that should be given up by speech, not by the body? It’s when a mendicant has committed a certain unskillful offense by way of speech. After examination, sensible spiritual companions say this to them: ‘Venerable, you’ve committed a certain unskillful offense by way of speech. Please give up that bad verbal conduct and develop good verbal conduct.’ When spoken to by their sensible spiritual companions they give up that bad verbal conduct and develop good verbal conduct. These are the things that should be given up by speech, not by the body.
And what are the things that should be given up neither by the body, nor by speech, but by seeing again and again with wisdom? Greed … hate … delusion … anger … acrimony … disdain … contempt … and stinginess are things that should be given up neither by the body, nor by speech, but by seeing again and again with wisdom.
Nasty jealousy should be given up neither by the body, nor by speech, but by seeing again and again with wisdom. And what is nasty jealousy? It’s when a householder or their child is prospering in money, grain, silver, or gold. And a bondservant or dependent thinks: ‘Oh, may that householder or their child not prosper in money, grain, silver, or gold!’ Or an ascetic or brahmin receives robes, almsfood, lodgings, and medicines and supplies for the sick. And some other ascetic or brahmin thinks: ‘Oh, may that venerable not receive robes, almsfood, lodgings, and medicines and supplies for the sick.’ This is called nasty jealousy.
Corrupt wishes should be given up neither by the body, nor by speech, but by seeing again and again with wisdom. And what are corrupt wishes? It’s when a faithless person wishes to be known as faithful. An unethical person wishes to be known as ethical. An unlearned person wishes to be known as learned. A lover of company wishes to be known as secluded. A lazy person wishes to be known as energetic. An unmindful person wishes to be known as mindful. A person without immersion wishes to be known as having immersion. A witless person wishes to be known as wise. Someone who has not ended the defilements wishes to be known as having ended the defilements. These are called corrupt wishes. Corrupt wishes should be given up neither by the body, nor by speech, but by seeing again and again with wisdom.
Suppose that greed masters that mendicant and keeps going. Or that hate … delusion … anger … acrimony … disdain … contempt … stinginess … nasty jealousy … or corrupt wishes master them and keep going. You should know of them: ‘This venerable does not have the understanding that would eliminate greed, so greed masters them and keeps going. They don’t have the understanding that would eliminate hate … delusion … anger … acrimony … disdain … contempt … stinginess … nasty jealousy … or corrupt wishes, so corrupt wishes master them and keep going.’
Suppose that greed does not master that mendicant and keep going. Or that hate … delusion … anger … acrimony … disdain … contempt … stinginess … nasty jealousy … or corrupt wishes don’t master that mendicant and keep going. You should know of them: ‘This venerable has the understanding that eliminates greed, so greed doesn’t master them and keep going. They have the understanding that eliminates hate … delusion … anger … acrimony … disdain … contempt … stinginess … nasty jealousy … and corrupt wishes, so corrupt wishes don’t master them and keep going.’”
Kāyasutta
“Atthi, bhikkhave, dhammā kāyena pahātabbā, no vācāya. Atthi, bhikkhave, dhammā vācāya pahātabbā, no kāyena. Atthi, bhikkhave, dhammā neva kāyena pahātabbā no vācāya, paññāya disvā pahātabbā.
Katame ca, bhikkhave, dhammā kāyena pahātabbā, no vācāya? Idha, bhikkhave, bhikkhu akusalaṁ āpanno hoti kiñci desaṁ kāyena. Tamenaṁ anuvicca viññū sabrahmacārī evamāhaṁsu: ‘āyasmā kho akusalaṁ āpanno kiñci desaṁ kāyena. Sādhu vatāyasmā kāyaduccaritaṁ pahāya kāyasucaritaṁ bhāvetū’ti. So anuvicca viññūhi sabrahmacārīhi vuccamāno kāyaduccaritaṁ pahāya kāyasucaritaṁ bhāveti. Ime vuccanti, bhikkhave, dhammā kāyena pahātabbā, no vācāya.
Katame ca, bhikkhave, dhammā vācāya pahātabbā, no kāyena? Idha, bhikkhave, bhikkhu akusalaṁ āpanno hoti kiñci desaṁ vācāya. Tamenaṁ anuvicca viññū sabrahmacārī evamāhaṁsu: ‘āyasmā kho akusalaṁ āpanno kiñci desaṁ vācāya. Sādhu vatāyasmā vacīduccaritaṁ pahāya vacīsucaritaṁ bhāvetū’ti. So anuvicca viññūhi sabrahmacārīhi vuccamāno vacīduccaritaṁ pahāya vacīsucaritaṁ bhāveti. Ime vuccanti, bhikkhave, dhammā vācāya pahātabbā, no kāyena.
Katame ca, bhikkhave, dhammā neva kāyena pahātabbā no vācāya, paññāya disvā pahātabbā? Lobho, bhikkhave, neva kāyena pahātabbo no vācāya, paññāya disvā pahātabbo. Doso, bhikkhave …pe… moho … kodho … upanāho … makkho … paḷāso … macchariyaṁ, bhikkhave, neva kāyena pahātabbaṁ no vācāya, paññāya disvā pahātabbaṁ.
Pāpikā, bhikkhave, issā neva kāyena pahātabbā no vācāya, paññāya disvā pahātabbā. Katamā ca, bhikkhave, pāpikā issā? Idha, bhikkhave, ijjhati gahapatissa vā gahapatiputtassa vā dhanena vā dhaññena vā rajatena vā jātarūpena vā. Tatrāññatarassa dāsassa vā upavāsassa vā evaṁ hoti: ‘aho vatimassa gahapatissa vā gahapatiputtassa vā na ijjheyya dhanena vā dhaññena vā rajatena vā jātarūpena vā’ti. Samaṇo vā pana brāhmaṇo vā lābhī hoti cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānapaccayabhesajjaparikkhārānaṁ. Tatrāññatarassa samaṇassa vā brāhmaṇassa vā evaṁ hoti: ‘aho vata ayamāyasmā na lābhī assa cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānapaccayabhesajjaparikkhārānan’ti. Ayaṁ vuccati, bhikkhave, pāpikā issā.
Pāpikā, bhikkhave, icchā neva kāyena pahātabbā no vācāya, paññāya disvā pahātabbā. Katamā ca, bhikkhave, pāpikā icchā? Idha, bhikkhave, ekacco assaddho samāno ‘saddhoti maṁ jāneyyun’ti icchati; dussīlo samāno ‘sīlavāti maṁ jāneyyun’ti icchati; appassuto samāno ‘bahussutoti maṁ jāneyyun’ti icchati; saṅgaṇikārāmo samāno ‘pavivittoti maṁ jāneyyun’ti icchati; kusīto samāno ‘āraddhavīriyoti maṁ jāneyyun’ti icchati; muṭṭhassati samāno ‘upaṭṭhitassatīti maṁ jāneyyun’ti icchati; asamāhito samāno ‘samāhitoti maṁ jāneyyun’ti icchati; duppañño samāno ‘paññavāti maṁ jāneyyun’ti icchati; akhīṇāsavo samāno ‘khīṇāsavoti maṁ jāneyyun’ti icchati. Ayaṁ vuccati, bhikkhave, pāpikā icchā. Ime vuccanti, bhikkhave, dhammā neva kāyena pahātabbā no vācāya, paññāya disvā pahātabbā.
Tañce, bhikkhave, bhikkhuṁ lobho abhibhuyya iriyati, doso … moho … kodho … upanāho … makkho … paḷāso … macchariyaṁ … pāpikā issā … pāpikā icchā abhibhuyya iriyati. So evamassa veditabbo: ‘nāyamāyasmā tathā pajānāti yathā pajānato lobho na hoti, tathāhimaṁ āyasmantaṁ lobho abhibhuyya iriyati; nāyamāyasmā tathā pajānāti yathā pajānato doso na hoti … moho … kodho … upanāho … makkho … paḷāso … macchariyaṁ … pāpikā issā … pāpikā icchā na hoti, tathāhimaṁ āyasmantaṁ pāpikā icchā abhibhuyya iriyatī’ti.
Tañce, bhikkhave, bhikkhuṁ lobho nābhibhuyya iriyati, doso … moho … kodho … upanāho … makkho … paḷāso … macchariyaṁ … pāpikā issā … pāpikā icchā nābhibhuyya iriyati, so evamassa veditabbo: ‘tathā ayamāyasmā pajānāti yathā pajānato lobho na hoti, tathāhimaṁ āyasmantaṁ lobho nābhibhuyya iriyati; tathā ayamāyasmā pajānāti yathā pajānato doso na hoti … moho … kodho … upanāho … makkho … paḷāso … macchariyaṁ … pāpikā issā … pāpikā icchā na hoti, tathāhimaṁ āyasmantaṁ pāpikā icchā nābhibhuyya iriyatī’”ti.