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AN10.18

2. Das Kapitel über einen Beschützer

2. Nāthavagga

Ein Beschützer (2)

So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika. Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen: „Mönche und Nonnen!“

„Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie. Der Buddha sagte:

„Mönche und Nonnen, ihr sollt mit einem Beschützer leben, nicht ohne einen Beschützer. Ohne einen Beschützer zu leben, ist Leiden. Es gibt zehn Eigenschaften, die als Beschützer dienen. Welche zehn? Da ist ein Mönch tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Schulungsregeln ein, die er aufgenommen hat. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist.Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, übt sie ein, prüft sie mit dem Geist und durchdringt sie gedanklich. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann hat da ein Mönch gute Freunde, Genossen und Gefährten. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch leicht zu ermahnen, er hat Eigenschaften, durch die er leicht zu ermahnen ist. Er ist geduldig und nimmt die Anleitung respektvoll an. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch geschickt und unermüdlich bei vielen verschiedenen Pflichten für seine geistlichen Gefährten. Er versteht, wie die Dinge anzupacken sind, um die Arbeit zu erledigen oder zu veranlassen. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann liebt da ein Mönch die Lehren, es ist eine Lust, sich mit ihm zu unterhalten, er ist voller Freude über die Lehre und Schulung. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann lebt da ein Mönch so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch mit jeder Art von Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung zufrieden. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch achtsam. Er besitzt äußerste Achtsamkeit und Wachheit, und an Dinge, die vor langer Zeit getan oder gesagt wurden, kann er sich erinnern und sie sich ins Gedächtnis rufen. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dann ist da ein Mönch weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt. Wenn sie das sehen, denken die Mönche und Nonnen – ob älter, mittelalt oder jünger –, dieser Mönch sei es wert, unterrichtet und angeleitet zu werden. Wenn er von den älteren, mittelalten und jüngeren Mönchen und Nonnen mit solcher Güte behandelt wird, kann dieser Mönch nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Ihr sollt mit einem Beschützer leben, nicht ohne einen Beschützer. Ohne einen Beschützer zu leben, ist Leiden. Das sind die zehn Eigenschaften, die als Beschützer dienen.“

Das sagte der Buddha. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.

Übersetzung: Deutsch (sabbamitta), English (sujato). Quelle: SuttaCentral / Bilara (gemeinfrei, CC0).